
Panerai bringt die 1990er-Luminor erstmals in 42mm: PAM01710, PAM01711, PAM01714
Panerai verkleinert die Luminor auf 42mm: PAM01710, PAM01711 und PAM01714 bringen die 1990er-Architektur erstmals ohne Abstriche in kleinerem Gehäuse.
Panerai hat mit den Referenzen PAM01710, PAM01711 und PAM01714 drei neue Luminor-Modelle vorgestellt. Die Besonderheit liegt nicht im Design, sondern in der Größe: Alle drei kommen mit 42mm Gehäusedurchmesser, so klein wie noch nie bei diesem Uhrentyp.
Damit reagiert Panerai auf einen Kritikpunkt, der die Marke seit Jahren begleitet. Die Luminor-Gehäuse in 44mm oder 47mm sind für viele Handgelenke schlicht zu groß, und genau das hat potenzielle Käufer immer wieder abgeschreckt.
Die neuen Modelle orientieren sich an zwei der wichtigsten historischen Referenzen der Marke, der Luminor Ref. 5218-201/A und der Luminor Marina Militare Ref. 5218-202/A aus dem Jahr 1993. Beide markierten damals den Übergang von reinen Militäruhren zu zivilen Modellen.
Entscheidend ist, dass Panerai bei der Verkleinerung keine Kompromisse bei den Spezifikationen eingegangen ist. Wasserdichtigkeit, Saphirglas und die Werksqualität bleiben auf dem Niveau der großen Geschwister. Das unterscheidet die 42mm-Linie von den vielen abgespeckten Einsteigermodellen, die andere Marken beim Downsizing sonst anbieten.
Die drei Referenzen unterscheiden sich vor allem in Zifferblattfarbe, Material und Armband, die Grundarchitektur bleibt identisch.
Die PAM01710 zeigt sich klassisch: poliert-satiniertes Stahlgehäuse, mattschwarzes Zifferblatt und cremefarbenes Super-LumiNova auf den geschwärzten Zeigern. Das ist die Variante, die der historischen Vorlage am nächsten kommt.
Bei der PAM01711 bleibt das Gehäuse aus Stahl, das Zifferblatt wechselt aber zu einem mattgrünen Ton mit gedrucktem, cremefarbenem Leuchtmaterial. Dazu kommt ein passendes grünes Canvas-Band, eine Farbkombination, die man von Panerai bislang selten in dieser Gehäusegröße gesehen hat.
Die PAM01714 setzt sich am deutlichsten ab: Das Gehäuse ist DLC-beschichtet und damit tiefschwarz, das Zifferblatt mattblau mit beigem Leuchtmaterial. Auch die Schließe aus Stahl trägt die DLC-Beschichtung, das blaue Canvas-Band rundet den dunkleren Auftritt ab.
Alle drei Modelle tragen eine trapezförmige Stahlschließe an einem Canvas-Band in 22/20mm Bandbreite. Der verschraubte Vollboden bei den 42mm-Modellen bleibt näher am Werkzeugcharakter der Ursprungsuhr als am Schauobjekt mit Sichtboden.
Die beiden Stahlmodelle PAM01710 und PAM01711 kosten jeweils 6.500 Euro. Für die DLC-Version PAM01714 verlangt Panerai 7.500 Euro, ein Aufpreis von 1.000 Euro für die dunkle Beschichtung.
Wann die drei Uhren konkret in den Handel kommen, ist bisher nicht bekannt. Auch zu Stückzahlen oder einer möglichen Limitierung liegen keine Angaben vor.
Für alle, die sich bislang wegen der Case-Größe gegen eine Luminor entschieden haben, sind die neuen Referenzen der bisher überzeugendste Einstieg in die Baureihe. Wer sich generell über sein Budget in diesem Preissegment orientieren will, findet einen Überblick in unserem Vergleich der besten Uhren 2026.



