Kompletter Kalender: Fünf Alternativen zur Rolex Perpetual Padellone
Fünf Uhren mit komplettem Kalender und Mondphase als Alternative zur raren Rolex Perpetual Padellone, mit Preisen von 3.595 bis 46.300 Pfund im Überblick.
Time+Tide hat eine Liste mit fünf kompletten Kalenderuhren veröffentlicht, die als Alternativen zur neuen Rolex Perpetual Padellone taugen. Der Grund: Die Rolex selbst ist bei Vertragshändlern kaum zu bekommen.
Warum überhaupt Alternativen
Die Perpetual Padellone kostet je nach Version zwischen umgerechnet etwa 54.000 und 67.000 Euro und ist als neues Rolex-Modell entsprechend schwer zu bekommen. Wer ein Modell mit Vollkalender und Mondphase sucht, muss also nicht zwangsläufig auf die Warteliste.
Genau deshalb hat die Redaktion fünf Uhren zusammengestellt, die dieselbe Grundidee verfolgen, day-date-month plus Mondphase, aber in völlig unterschiedlichen Preisklassen liegen.
Die günstigeren Optionen im Detail
Die Raymond Weil Freelancer setzt auf ein bewährtes, robustes Formengerüst der Kollektion und bekommt durch die Kalenderkomplikation zusätzliches Gewicht. Das Gehäuse ist vollpoliert, das Display bewusst minimal gehalten.
Das Datum wandert als Zeiger um die Mondphasenanzeige, Tag und Monat stecken als kleine Fenster direkt unter dem Markenschriftzug. Für rund 3.595 Pfund bekommt man damit einen kompletten Kalender ohne unübersichtliches Zifferblatt.
Die IWC Portofino Complete Calendar geht das Layout anders an. Bei 12 Uhr liegen die Wochentage um die Mondphase herum, bei 6 Uhr folgt ein doppellagiges Sub-Dial, in dem der Monat innerhalb der Datumsanzeige sitzt.
Statt rechteckiger Fenster verwendet IWC hier ausschließlich runde Formen, was dem Zifferblatt bei aller Komplikationsdichte eine ruhige Optik gibt. Der Preis liegt bei 9.300 Pfund.
Die gehobeneren Manufaktur-Alternativen
Die Girard-Perregaux 1966 Full Calendar orientiert sich klar an den 1960er Jahren, im Design wie in der Mechanik. Im Innern arbeitet das Kaliber GP03300, ein Werk, dem die Marke so sehr vertraut, dass es auch im Flaggschiff Laureato verbaut wird.
Das cremeweiße Zifferblatt und das optionale neungliedrige Armband runden das Paket für 11.200 Pfund ab.
Bei der Blancpain Villeret Quantième Complet Phases de Lune fällt zuerst der gebogene Datumszeiger auf. Er zeigt ungewöhnlicherweise auf eine Skala, die innerhalb der Stundenindizes liegt, statt wie sonst üblich außerhalb.
Die Uhr markierte den Höhepunkt der sogenannten Golden-Hour-Serie innerhalb der Villeret-Linie. Preis: 15.600 Pfund.
Die Vacheron Constantin Fiftysix Complete Calendar setzt auf ein klar segmentiertes Sektorzifferblatt, das trotz der Komplikationsdichte gut ablesbar bleibt. Innen arbeitet das vollständig hauseigene automatische Kaliber 2460 QCL/1 mit hohem Finish-Niveau. Mit 46.300 Pfund markiert sie das obere Ende der Liste.
Historische Einordnung
Ein kompletter Kalender unterscheidet sich vom Jahreskalender dadurch, dass er die unterschiedliche Länge der Monate nicht automatisch erkennt. Nach jedem Monat mit weniger als 31 Tagen muss das Datum von Hand nachgestellt werden, ein Jahreskalender braucht diese Korrektur nur einmal im Jahr, beim Wechsel von Februar zu März.
Die Perpetual Padellone selbst ist als Jahreskalender ausgelegt und knüpft optisch an die historische Rolex ref. 8171 an, die genau diesen Spitznamen prägte. Die 8171 lief zwischen 1949 und 1952 nur kurz vom Band und zeigte Tag, Datum, Monat und Mondphase noch als klassischen kompletten Kalender, ganz ohne die automatische Monatslogik der neuen Rolex.
Was das für Käufer bedeutet
Die Preisspanne der fünf Alternativen reicht von 3.595 bis 46.300 Pfund und zeigt etwas Wichtiges: Die Komplikation selbst treibt den Preis nicht in erster Linie. Ein kompletter Kalender mit Mondphase lässt sich technisch schon in einer Uhr um die 3.500 Pfund sauber umsetzen.
Was den Preis am Ende bestimmt, sind Marke und Verfügbarkeit, nicht die Funktion an sich. Wer die Optik und das Prinzip der Padellone will, ohne auf eine Warteliste zu müssen, findet damit in praktisch jeder Preisklasse eine passende Alternative.

